Rhodesian Ridgeback – Muss das wirklich sein?

„Ein Rhodesian Ridgeback? – Oh Gott!“

So oder so ähnlich geht es vielen, die ihren Familien und Freunden von ihrer Idee, einen Rhodesian Ridgeback anzuschaffen, erzählen. Nicht jeder ist direkt so angetan wie Sie als zukünftiger Ridgebackbesitzer. Wie heisst es so schön: „Es ist nicht alles Gold was glänzt“. So ist es auch mit dem Ridgeback.

Wie wir bereits beschrieben haben, ist es durchaus anstrengend und nervenaufreibend so ein Energiebündel zu Hause zu haben. Neben den alltäglichen Situationen im Haus und im Wald sollten Sie und Ihr Hund als eingeschweißtes Team auftreten. Und das ist nicht so einfach wie der ein oder andere denken mag. Nicht jeder mag Hunde und vor allem nicht so große Hunde. Daher müssen Sie sich intensiv und konsequent um eine gute Erziehung bemühen. Sie werden merken, dass der Ridgeback seinen eigenen Kopf hat und diesen auch durchaus zu benutzen weiß.

Er wird Sie auf die Probe stellen, da er Sie die ganze Zeit beobachtet und sehr schnell „Ihre Fehler“ herausgefiltert hat. Er weiss wo und wie er ansetzen muss, um an sein Ziel zu gelangen. Damit das Zusammenleben nicht zum ständigen Machtkampf ausartet ist eine gute Hundeschule unabdingbar! Diese kostet, wie so vieles rund um den Hund, Geld, Zeit und Nerven. Sie müssen gewillt sein an sich und Ihrer Mensch-Hund-Beziehung zu arbeiten, denn meistens ist es der Mensch, der lernen muss. Haben Sie da wirklich die nötige Lust, Zeit und Geduld zu?

Bitte lesen Sie auch folgenden Beitrag auf der Rhodesian Ridgeback Plattform

Weitere Punkte die Sie bedenken müssen:

  • Nicht umsonst gilt er als „schwierig“ oder „nicht als Anfängerhund geeignet“. Einen sehr schönen Artikel zu diesem Thema finden Sie hier.
  • Bedenken Sie bitte, dass er zu den Spätentwicklern gezählt wird und gerne mal die gelernten Kommandos „vergisst“. Hier hilft nur jede Menge liebevolle Konsequenz, sonst wird das nichts mit dem leicht zu führenden Hund.
  • Bitte umzäunen Sie Ihren Garten mit einem hohen Zaun. Ridgebacks sind sehr sprunggewaltige Hunde (Wir haben den Kennelnamen Dondoro nicht ohne Grund gewählt) Achja… Zaun ist teuer!
  • Sie wollen etwas mit Ihrem Hund unternehmen. Das ist eine super Idee, wenn Sie mit ihm in die Natur wollen. Am liebsten rennt und tobt er durch den Wald oder über Felder. Zwischen drei und vier Stunden Auslauf und Beschäftigung sind optimal. Achso, Sie wollten mit ihm Samstags auf die Einkaufsmeile und noch ein paar Freunde auf einen Kaffee treffen. Das ist eher schlecht, denn das ist nicht nur langweilig für den Ridgeback sondern auch extrem stressig.
  • Wenn Sie in einer Dachwohnung ohne Aufzug wohnen, dafür aber mit sehr vielen Treppen, ist das auch eher schlecht für Sie und Ihren Ridgeback. Sie wissen, dass Sie Ihren Hund im ersten Jahr möglichst wenig Treppen steigen lassen dürfen. Das heißt: Sie müssen ihn tragen … mehrmals täglich. Das Gewicht im ersten Jahr liegt bei circa 20 bis 30 kg!
  • Ihr Ridgeback ist krank muss zum Tierarzt. Dieser wird Ihnen neben seinem eigenen Honorar auch Medikamente verschreiben, die sehr teuer sind. Da Sie sich keinen Chihuahua ausgesucht haben, sondern einen Rhodesian Ridgeback, ist natürlich die Dosierung/Menge der zu verabreichenden Medikamente sehr viel höher und somit auch wesentlich teurer je nach Krankheitsbild. Da Sie gerade über Tierarztkosten nachdenken, vielleicht wäre es auch sinnvoll eine OP-Versicherung abzuschließen.

Sollten Sie trotz aller Bedenken sicher sein, dass Sie einen Rhodesian Ridgeback 10-15 Jahre Ihren Tagesablauf und Ihre Freizeit bestimmen lassen möchten, dann melden Sie sich gerne bei uns!