Lila

In der Ruhe liegt die Kraft

„Lila? – Wieso nennt ihr euren Hund Lila?“

Das ist wohl eine der meist gestellten Fragen. Eigentlich ist der Name aus der Not heraus entschieden worden. Wir hatten jede Menge Namensvorschläge auf unserem Zettel stehen, aber immer gab es von irgendwem etwas auszusetzen. Um das Ganze zu beschleunigen haben wir einfach die Halsband-Farbe aufgegriffen und so wurde aus dem Welpen „Frau Lila“ einfach „Lila“.

„Hat „Lila“ denn auch eine Bedeutung?“

Da wir den Namen eher zufällig gewählt haben war uns eine Bedeutung nicht wichtig. Durch unsere Züchterin erfuhren wir später, dass auch Lila eine Bedeutung hat. Lila ist swahili und bedeutet „Gut“.

Lila ist am 26.09.2011 im Kennel Wakati Mzuri in Lindlar als letzter von 11 Welpen zur Welt gekommen. Ihre Eltern sind Ruacana Chinue und Ch. Mambo of Mwanadongo. Sie gehörte zu den lebhaftesten Welpen des Wurfes und hat auch bei uns zu Hause schnell alles auf den Kopf gestellt. Immer neugierig, freundlich und aufgeschlossen. Nichts war vor ihr sicher, dennoch hat sie sich allem Neuen sehr vorsichtig genähert und genauestens untersucht.

Mittlerweile ist sie sehr ausgeglichen und souverän. Sie ist der treue Begleiter, den wir uns gewünscht haben. Aber… bis dahin war es für alle ein langer Weg.

Auch wenn wir durch unsere Nähe zum Wald extrem viel Wild-Kontakt haben, so hat Lila überhaupt keinen ausgeprägten Jagdtrieb und ist auch in brenzligen Situationen immer abrufbar.

Wakati Mzuri Demani Lila
* 26.09.2011 | VDH 11/109 08590 | rw
38 kg | 67 cm
HD-A1, ED | OCD frei
B-Lokus: reinerbig B/B (kein Livernose-Genträger)
Dilute-Status: reinerbig D/D
Degenerative Myelopathie: frei N/N
Rhodesian Ridgeback VDH Ausstellungen
Ausstellung in Recklinghausen

Ergebnis der Zuchtzulassungsprüfung am 12. April 2015 in Unna.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Maus in allen Kategorien mit „A“ abgeschlossen hat und die gestellten Aufgaben souverän gemeistert hat. Es war ein aufregender Tag mit vielen alten und neuen Bekannten. Danke Britta fürs „Händchenhalten“ und „Daumendrücken“.

Wer erzieht hier eigentlich wen?

Ridgebacks werden zu den Spätentwicklern gezählt und das bedeutet, dass meistens erst ab einem Alter von drei Jahren ein hoffentlich souveräner, gelassener Hund neben Ihnen an der Leine geht. Ridgebacks fordern Ihre Menschen heraus. So auch Lila, die uns viel Konsequenz abverlangt hat. Wenn man sich mit diversen Ridgebackbüchern auseinandersetzt kommt schnell der Gedanke auf, dass alle Hunde dieser Rasse gleich sind. Dem ist nicht so. Jeder Hund weist einen eigenen Charakter auf. Lila hat uns in allen Bereichen getestet und es ist nicht immer leicht den großen Augen und einer in Falten gelegten Stirn zu widerstehen.

Wir mussten lernen, dass für uns normale Situationen für den Hund nicht unbedingt so „normal“ erscheinen. (Beispiel: Wir haben einen Karton in der Wohnung abgestellt … für uns eine total normale Situation. Lila kommt in den Raum und der Gegenstand wird erst sehr lange beobachtet, dann vorsichtig umrundet und irgendwann als „anscheinend“ harmlos angesehen – das allerdings erst nach 1,5 Stunden). Das zeigt wie sensibel manche Hunde auf neue Situationen, Gegenstände und Menschen reagieren.

Wir haben uns sehr viel Zeit genommen so viele unterschiedliche Situationen wie möglich mit Lila zu durchleben. So sind Auto-/ Straßenbahn-/Zugfahrten, Restaurant-, Friseurbesuche kein Problem. Selbst in Pflegeheimen war sie mit dabei und hat vielen Bewohnern Freude bereitet. Aber bis dahin war es ein langer Weg und wir hatten oftmals mit der vielbeschriebenen „Sturheit“ des Rhodesian Ridgebacks zu kämpfen.

Bitte gehen Sie an dieser Stelle nicht davon aus, dass Ridgeback gleich Ridgeback ist. Es war zu Beginn durchaus anstrengend und in den seltensten Fällen entspricht ein Rasseporträt in einem Buch der Realität. (Dazu mehr unter Muss es wirklich ein Ridgeback sein)